Wege

Zwei Freunde - Spaziergang - In der Schwebe - Spaziergänge - Zersplitterte Wege - Stadtübergänge


In der Schwebe I - IV

 

Die deutsche Redewendung „In der Schwebe sein“ umfasst den Zustand der Unentschiedenheit und Nichtvollendetseins. Weit entfernt vom tatsächlichen Prozess des Schwebens ist sie nicht. Fernab von der Schwerkraft begibt sich ein Etwas nach oben in willkürliche Richtung. Es wird nicht deutlich, wohin der Gegenstand schwebt. Er ist in einem Hin und Her ohne Orientierung, Zuflucht oder Ortsfestlegung. Die festgelegten Grenzen des Bodens verschwinden.

Die kolorierten Lithografien thematisieren den Menschen in der Schwebe. Menschen, die sich frei in der Sphäre bewegen und doch trotz ihrer Freiheit der Unabgeschlossenheit nicht zur Festsetzung kommen. Sie fliegen in Ruhe orientierungslos dahin, berühren sich möglicherweise, stoßen sich dann wieder ab und „fliegen“ so weiter ihren Weg.

 

In der Schwebe - Up in the Air, 2019/2020

Lithografie und Gouache auf Papier

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Spaziergänge

 

Spaziergänge haben etwas Gemütliches und Entspanntes. Es besteht keine Hetze, keine Verpflichtungen oder gar ein Ziel. Das Verb „Müssen“ verschwindet. Auch heute noch stehen sie für eine Auszeit und die Möglichkeit, wie bei Baudelaires Flaneur, die Menschen und ihre Umgebung zu beobachten.  Die kleinen gerahmten Leinwände „Spaziergänge“ zeigen Menschen, die in diesem aktiven Zustand gemeinsam verharren. Sie umgeben hohe Gebäude und Trubel. Im Moment des Spaziergangs besteht keine Notwendigkeit, mit der Geschäftigkeit mitzuhalten. Sie können ihren ziellosen Weg fortführen und offen für positive Unvorhersehbarkeiten sein. Mehr Perspektiven und Geistesblitze als gedacht, eröffnen sich.

 

Spaziergänge - Walks, 2019/2020

Acryl auf Leinwand, weiß gerahmt

je 20 x 20 x 3 cm

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Zersplitterte Wege

 

Wege, auf denen der Mensch wandelt und immer wieder in Beziehung zu anderen steht. Oftmals sind die Wege deutlich zu erkennen. Sie sind  geradlinig, gewölbt, verzweigen sich ineinander oder verschmelzen wiederum zu einem gemeinsamen Weg. In anderen Werken der Achterreihe “Zersplitterte Wege” lösen sie sich geradezu in der Zersplitterung auf. Die Umgebung der Figuren auf ihren Wegen erscheint zersplittert, fragmentarisch und unübersichtlich. Wenn die Menschen von Ihren Pfaden abweichen, erscheinen sie beinahe verschlungen von ihrem Umfeld. In der Zersplitterung stehen sie für sich, allein im bunten Durcheinander. Die Wege und ihre Auflösung werden zu einer Analogie der zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Zersplitterung steht dabei für eine Nichtfestsetzung von Beziehungen und somit einer Nichtfestsetzung eines Weges. Hin und wieder kreuzen sich die Wege der Menschen, sie trennen sich in andere Richtungen oder gehen  einen Weg gemeinsam.

 

Zersplitterte Wege - Fragmented Paths, 2019/2020

Acryl auf Leinwand, weiß gerahmt

je 22 x 22 x 5 cm

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 Stadtübergänge

 

In Zeiten der rasant zunehmenden Vernetzung verwischen die Grenzen zwischen Innen und Aussen sowie Nah und Fern. Die Erreichbarkeit in der digitalisierten Kommunikation ist nur einen Klick zur anderen Person entfernt, die physische Erreichbarkeit in Logistik und Personentransport wird täglich einfacher.

Das gerahmte Acrylgemälde „Stadtübergänge“ konzentriert sich in diesem Zusammenhang auf ihre immer stärker werdende Gleichartigkeit und Vernetzung untereinander. Ob der Mensch sich in der einen oder in der anderen Stadt befindet, macht einen immer kleineren Unterschied. Die gleichen Erledigungen von einem Standort zum nächsten lassen sich zunehmend problemlos erledigen. Die physische fixe Präsenz an einem Ort und seine Notwendigkeit lösen sich so gesehen auf, womit sich auch die Bedeutung „Wohnen“ verändert. Die Frage nach dem Wohnort kann noch offiziell festgelegt, ihre Realität aber eine andere sein.

In „Stadtübergänge“ treten mehrere Städte aufeinander ohne visuell als Städte identifiziert zu sein. Die Menschen bewegen sich von Ort zu Ort, wobei Grenzen nicht sichtbar erscheinen. Es fällt alles in Eins.

 

 

 

Stadtübergänge - City Crossings, 2019

Acryl auf Leinwand, weiß gerahmt

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Zwei Freunde

 

Das Acrylgemälde stellt den Beginn der in Arbeit stehenden Reihe „Wege“ dar. Wege, die den Menschen unterschiedliche Begebenheiten und Stadien durchqueren lassen: so auch Wege der Freude, der Wut, der Trauer und des Glücks. In “Zwei Freunde“ legt die Künstlerin Veronika Spleiss ihr Augenmerk auf das Gemeinsame. Die Freundschaft drückt in ihrer Beziehung zueinander ein Zusammentreffen der einzelnen Werdegänge aus und lässt diese zwei Individuen für einen gewissen Zeitraum und in bestimmten Lebensaspekten eine Zweisamkeit bilden. Diese Zweisamkeit ist grafisch in der halbrunden Kugel visualisiert, vergleichbar einer Insel, auf der die „Zwei Freunde“ stehen. Ihre Umgebung erscheint hingegen fragmentarisch, so als ob die Partikel nicht zueinander finden könnten. Sie stehen für sich, die zwei Freunde hingegen stehen gemeinsam.

 

Zwei Freunde - Two Friends, 2019

Acryl auf Leinwand, weiß gerahmt

8 7/10 × 8 7/10 × 2 in

22 × 22 × 5 cm

Verkauft, Privatsammlung Schweiz

 


Spaziergang

 

 

Spaziergang - The Walk, 2019

Acryl auf Leinwand, weiß gerahmt

7 1/2 × 7 1/2 × 1 1/5 in

19 × 19 × 3 cm

Verkauft, Privatsammlung Schweiz